Fortsetzung d. Einleitung

Mit Pferden Sein - der Traum von Freundschaft, Freiheit, Verbundenheit, Wildheit...

Die sanfte Kraft der Pferde ist ein Sehnsuchtsbild in unserer Gesellschaft. Ein Pferd, das uns diese Kraft freiwillig zur Verfügung stellt, das uns aufsucht, weil es den Kontakt zu uns schätzt - für die meisten Menschen bleibt das ein Traum. Die Pferde suchen eher das Brot in der Tasche und suchen im Übrigen bereitwillig das Weite, wenn sie nicht durch Zäune, Trensen und dgl. daran gehindert werden. Gibt es auch eine andere Beziehung von Mensch und Pferd?

JedeR gute AusbilderIn ist in der Lage, ein Pferd dazu zu bringen/zwingen, etwas Bestimmtes zu tun. Bei einem vergleichsweise lernbereiten und defensiven Fluchttier mit hierarchischer Psyche ist das auch nicht weiter schwer. Aber das Pferd dazu zu bringen, den Menschen als Teil seiner "Herde" zu betrachten, mit ihm aus freien Stücken Zeit zu verbringen und gerne für ihn Dinge zu tun, erfordert eine deutlich andere Qualität von "Ausbildung". Der Weg zu einer kooperativen Partnerschaft führt tief in die Seele sowohl der Pferde als auch der Menschen. Denn: Zu seinem Leittier hat das Pferd natürlicherweise eine solche Beziehung. Alle Qualitäten, die das Pferd dabei in seinem AlphaTier sucht, sind interessanterweise ebenso Merkmale tiefer Menschlichkeit: Klarheit, Mut, Demut, Zuverlässigkeit, Ausgeglichenheit, Kraft, Ehrlichkeit, Lebensfreude, Verantwortung und vor allem Präsenz.

Jedes Pferd ist eine manifeste Einladung, diese und viele andere Qualitäten im Spiegel seiner Antworten zu vertiefen. Je weniger autoritär wir den Kontakt gestalten, desto mehr natürliche Autorität fordert das Pferd von uns. Ziel ist eine lebenslange Partnerschaft, bei der die Entwicklung beider Persönlichkeiten und die Freude am Zusammensein im Vordergrund stehen.

 
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